Stollen der Erinnerung

Wenige Meter vom Museum entfernt zeigt die Ausstellung das zerstörerische Zusammenspiel zwischen nationalsozialistischer Eroberungspolitik, Rüstungsindustrie, Zwangsarbeit und systematischer Vernichtung menschlichen Lebens.

Implementiert in einem ehemaligen Luftschutzbunker, thematisiert der „Stollen der Erinnerung“ die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus. Schauplatz der Auseinandersetzung ist der im Winter 1943 von KZ-Häftlingen errichtete, 140 Meter lange Lambergstollen nahe dem Zusammenfluss von Enns und Steyr.
Der Weg durch die hufeisenförmige Anlage folgt einem chronologischen Konzept, das schwerpunktmäßig die Jahre 1938 bis 1945 beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf biografischen Annäherungen und persönlichen Schilderungen, die neben historischen Fotografien und Textdokumenten ganz wesentliche Erzählbausteine bilden. Prominent thematisiert werden zudem die Geschichte des Widerstands in Steyr und der Umgang mit der NS-Vergangenheit in den Jahren von 1945 bis zur Gegenwart.

Da im Stollen das ganze Jahr über Temperaturen um die 10 Grad herrschen, bitte auf entsprechende Kleidung achten.

Gestaltung & Kuration

Projektträger: Mauthausen Komitee Steyr
Idee: Karl Ramsmaier
Gestaltung und Planung: Bernhard Denkinger
Konzeptionelle und wissenschaftliche Beratung: Bertrand Perz
Wissenschaftliche Kuratorin: Regina Wonisch
KuratorInnen Mauthausen Komitee Steyr: Karl Ramsmaier, Waltraud Neuhauser, Martin Hagmayr (Bereich "Täter"), Markus Rachbauer (Bereich "Widerstand"), Katrin Auer

Broschüre zur Ausstellung

Mauthausen Komitee Steyr (Hrsg.) (2016): Stollen der Erinnerung. Zwangsarbeit und Konzentrationslager in Steyr. new academic press Verlag, Wien.
ISBN: 978-3-7003-1970-2.

Verfügbar in den Sprachen Deutsch, Englisch, Tschechisch, Italienisch und Französisch.
Käuflich zu erwerben im Museum Arbeitswelt Steyr. Preis: 7 Euro